Referenzen in der Abfallverbrennung

Internationale Kompetenz

Waste to Energy

Einsatz der innovativen PROMECON Messtechnik McON Air in der Luftmengen-Regelung der Müllverwertungsanlage der Stadtwerke Bonn GmbH - Reduktion der Temperaturspreizung oberhalb des Rostes um fast 50% und damit deutlich optimierte Prozessführung.

Die Müllverwertungsanlage der Stadtwerke Bonn GmbH (SWB-Verwertung) wurde 1992 mit zwei Linien als thermische Verwertungsanlage in Betrieb genommen. Seit 2000 wird die Anlage mit drei Linien und einem Jahresdurchsatz von ca. 250.000 Tonnen Brennstoff betrieben.

In der ursprünglichen Konstellation wurde die Luftmenge jeder Rostzone mit je einer Regelklappe geregelt. Die Luftmenge je Rostsegment war mit Schiebern und Blenden fest eingestellt. In der Konsequenz haben sich hieraus je nach Verschleiß der einzelnen Rostbahnen sowie der aktuellen Müllverteilung unterschiedliche Betriebszustände mit einer inhomogenen Verbrennung und Verweilzeit des Brenngutes ergeben. Diese unterschiedlichen Betriebszustände werden durch die vorhandenen Kameras und Pyrometer detektiert, welche das Temperaturprofil bestimmen. Es treten Temperaturunterschiede von bis zu 250°C zwischen den einzelnen Zonen auf. Mit der erfolgreichen Inbetriebsetzung der innovativen Luftmesstechnik McON Air der PROMECON, welche die individuelle Regelung der Rost-Primärluft der Linie 3 der MVA Bonn unterstützt, ist eine deutliche und wegweisende Innovation für die Feuerführung an einer Müllverbrennungsanlage erzielt worden.

Das Funktionsprinzip des McON Air Luftmesssystems ist über zwei in den entsprechenden Kanal eingesetzte Sensorstäbe, die elektrostatische Ladung von verschmutzten Luftströmen zu messen, um daraus über eine Kreuzkorrelation direkt die Geschwindigkeit dieser Luftströme zu ermitteln. Somit ist die Messung gegenüber einem staubbeladenen Luftstrom unempfindlich und zeigt keinerlei Drift aufgrund von Verschmutzung, ebenso ist die Messung kalibrierfrei. Bei sauberen Luftströmen oder nicht ausreichendem Staubgehalt sorgt eine als „Range Extender“ bezeichnete Einrichtung durch Ionisierung der Luftmoleküle für ein signifikantes Signalmuster an den Sensoren. Der Range Extender stellt damit auch eine Messbereichserweiterung im unteren Messbereich dar, sodass auch bei sehr niedrigen Luftgeschwindigkeiten wie z.B. bei Kühlluftstellungen eine zuverlässige Messung des Volumenstromes gewährleistet wird.

Die McON Air Messung liefert zuverlässige Primärluftmengenwerte, die vom Leitsystem entsprechend der Temperaturen auf den einzelnen Rostsegmenten vorgegeben werden. Dadurch sinkt deren Temperaturschieflage von im Mittel etwa 200°C auf ca. 120°C im Vergleichszeitraum bei einer deutlich verringerten Streuung. Die Schieflage der Temperaturverteilung zwischen rechter und linker Rostseite verringert sich im Mittel auf ungefähr 70°C. Mit der McON Air Luftmengenmessung von PROMECON kann die einfache Nachrüstung einer Primärluftmessung zur Regelung der individuellen und bedarfsgerechten Luftzuführung zu den einzelnen Rostsegmenten bei Müllverbrennungsanlagen realisiert werden.

Lesen Sie hier den wissenschaftlichen Report zur Testinstallation. (Nur in deutscher Sprache verfügbar)